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Mühlentag Pfingstmontag, 26. Mai 2015

(C) Alle Bilder: Rudolf Schwär 2013-2015

Zum Mühlentag war ich auf dem Daniel-Hof "auf den Spirzen" eingeladen und durfte recht selbstständig in der Backstube arbeiten,  nachdem ich bei der Dorothea zuvor so eine Art "Gehilfen-Prüfung" (siehe vorhergehende Seite) abgelegt hatte! Und nachdem ich wusste, wie ich, nach der kurzen Einweisung, mit dem Ofen umgehen musste! Na ja, wenigstens teilweise! ;-)

In meinem "Lieblings-Forum" habe ich hier schon einen kleinen Bericht geschrieben. Den will ich jetzt nicht noch einmal wiederholen. Aber das Hauptbild stelle ich trotzdem herein! Das "feuerrote Backmobil" ist einfach zu schön!
Und dazu noch ein paar ergänzende Bilder und Texte.

muehlentag_ofen
Das war noch vor dem Anheizen!

Das Holz, "zwei Arfel" (HD: zwei Arme voll) steht da hinten in den ausgebrauchten Mehlsäcken an der Tür zum Schopf. Der blaue Wassereimer ist für den "Lumpen" (HD: Lappen, BäckerD: Hudel) zum Ofen auswischen, nachdem die Glut ausgeräumt ist. Und neben dem blauen Eimer, weiter hinten, hinterm Rad, steht ein noch größerer Eimer mit Wasser, und in dem steht die "Ofekrucke" (HD: Ofenkrücke) zum Wässern.

muehlentag_anzuenden
Aber erst mal anzünden!

Eine "Rießwelle" (HD: Reißigwelle) wird als "Aafiiri" (HD: zum Anzünden) benutzt. Gestartet mit etwas Zeitungspapier und einem Streichholz!

Und der Plan für den ganzen Tag hing nebendran an der Türe.

geplanter_ablauf
"Geplanter Ablauf"! Es kam dann ein klein wenig anderst!

Ich durfte regelmäßig Holz nachlegen, bis der Ofen schön heiß war. Währenddessen habe ich meine Flammenkuchen vorbereitet. Der Teig war richtiger Brotteig von der Dorothea, die Creme (Crème fraîche, Schmand und etwas Rapsöl, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss) hatte ich schon bei mir zu Hause vorbereitet, die Zwiebeln geschält, der geschnittene Speck war fertig gerichtet. Ich hab dann mal eine ganze Menge geschälte Zwiebeln in feine Halbringe geschnitten und bereit gestellt.
Auf Kommando und als der Ofen heiß genug war, ging es dann los! Teig ganz dünn auswellen, auf ein Stück Backpapier legen, Creme drauf verteilen, Zwiebeln drüber verteilen, den Schinkenspeck ebenfalls, mit frisch gemahlenem Pfeffer abwürzen, kurze Frage "Wie habt ihr's mit Kümmel?" in die Küchenrunde, Zustimmung, also den mit Salz fein gemörserten Kümmel drübergestreut, Backpapier mit dem Flammenkuchen auf ein Backblech gezogen und rein in den Ofen. Zeit genommen!
Ich hatte ja beim Probebacken zu Hause in meinem Ofen etwa 8 Minuten gebaucht. Nach den 8 Minuten war noch nicht viel los! Hier im Ofen! Also den Flammenkuchen mit dem Papier runter vom Blech und direkt auf den oberen Ofenboden. Oben war ja kein Feuer! Und den nächsten Flammenkuchen schon wieder vorbereitet.

Als der erste fertig war, raus damit und dem fach- und sachkundigen Publikum (selber Hof-Brotbäcker, backerfahrene Hausfrauen aus unserem Küchenteam) zur Begutachtung verteilt.

flammenkuchen_fast_weg
Einhellige Zustimmung! Weitermachen!

Danach ging es Schlag auf Schlag. Ich hatte immer zwei Flammenkuchen im Ofen und während ich den nächsten vorbereitet habe, ist der von den beiden, der am längsten drinnen war, wieder fertig geworden.

ich_beim_richten Bild: Anna Wehrle-Riege
Das war gar nicht so einfach, mit dem dicken Stulpenhandschuh!

Nach den Flammenkuchen kamen dann die Brote dran! Aber diese ganze Prozedur steht ja im Forumsbericht. Und wie es dann weiter ging ebenfalls.

Nur von der Gaudi, mit den Kindern zusammen zu "teigen", da stelle ich jetzt noch ein Bild herein!

teigen_mit_kindern Bild: Anna Wehrle-Riege
Für die ganz Kleinen hatten wir extra Hocker vorbereitet zum Draufsteigen, die beiden "Kurzen" hatten danach schon auch die richtige "Arbeitshöhe"! ;-)

Das Arbeiten mit Teig hat diesen Kindern unglaublich Spaß gemacht! Allerdings, aufgrund der Schiebungen im "Geplanten Ablauf", haben wir diese Teige nicht mehr in den Ofen geschoben. Die Mutter der beiden "großen" Mädels hat die Stücke aber mitgenommen, um sie zu Hause selber zu backen!

Und der ganze Rest steht ebenfalls im Forumsbericht!

Herzlichen Dank an Dorothea für den schönen Tag!

Rudolf d.Ä. Schwär

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